Porzellan
Um fertige Porzellanformen zu dekorieren, haben sich die verschiedensten Arbeitstechniken entwickelt. Diese sind zunächst auf die unterschiedlichen Porzellanmaterialien, aber auch auf die diversen Brenntemperaturen zurückzuführen.
Die UNTERGLASURDEKORATION erfolgt gleich nach dem ersten Brand, dem Schrühbrand. Die Dekoration kann per Handbemalung, Sprühpistole, mit Schablone oder Stempel ausgeführt werden.
Dann folgt die Glasur, die bei circa 1400°C im Brennofen die Dekoration förmlich „überbackt“. Der Effekt des ganzen ist eine natürliche und weiche, fließende Farbigkeit.
Da nur Farben mit Metalloxyd aufgrund der hohen Temperaturen verwendet werden können, ist die Palette der Farben relativ begrenzt.
Die klassische Variante der Porzellanbemalung ist die AUFGLASURDEKORATION, die nach Schrühbrand, Glasur und Glattbrand aufgetragen wird.
Jede Auftragtechnik (einschließlich Stahldruck, Siebdruck, Ätztechnik und Buntdruck) und Farbauswahl ist machbar, da die abschließende Einbrenntemperatur nur bei ca. 750°C bis 900°C liegt.
Porzellanfiguren werden häufig so dekoriert, da kleinste Details und Nuancen zu erarbeiten sind.
Bei Biskuitporzellan ( 2-fach gebranntem Porzellan) wird die GLASURDEKORATION angewandt. Das Porzellanstück durchläuft den Schrühbrand, nach Bedarf die Glasur ( es gibt ja auch unglasierte Stücke) und den Glattbrand. Jetzt wird die Dekoration im Tauchbad aufgebracht, gemalt, gesprüht oder mit Scheibebildchen aufgelegt. Das folgende Einbrennen geschieht bei etwa 1200°C bis 1400°C, je nach Glasur.
Die INGLASURDEKORATION lässt die Farben bei ca. 1500°C in die Glasur absinken.
Die Farben werden zwar nach dem direkten Glasurbrand aufgetragen bilden nach dem letzten Brand aber eine komplette Einheit mit der Glasur und keine nachzuweisende Schicht mehr. Auch hier ist die Farbauswahl aufgrund der Hitzeentwicklung im Ofen begrenzt.
Dafür können aber fast alle Auftragtechniken angewendet werden.